Rèserve naturelle nationale du Delta de la Sauer (Naturschutzgebiet Sauermündung)

  • Nachdem wir am Karfreitag unseren Ausflug im Naturschutzgebiet Sauermündung im französischen Munchhausen wegen wolkenbruchartiger Regenfällen vorzeitig abbrechen mussten, waren wir eine Woche später erneut dorthin gefahren.

    Diesmal hatte der Wettergott mit uns ein Einsehen und wir konnten den Tag mit freundlichem Wetter so richtig genießen.


    Wir haben das Auto auf dem gleichen Parkplatz wie beim letzten Besuch abgestellt. Er liegt direkt an der Brücke, über die man ins Naturschutzgebiet gelangen kann. Hier steht auch ein überdachter Balkendamm, der bei Hochwasser zum Einsatz kommt.

    An diesem Tag sind wir zunächst entlang dem Flüsschen Sauer bis zur Einmündung in den Rhein gewandert. Dafür gingen wir ein Stück auf dem Radweg am Ortsrand entlang und dann über einen Fußweg durch Wiesen bis zur Rue de Rhin, die uns über eine Brücke zu einer kleinen Halbinsel zwischen dem Rhein und dem Sauerkanal bringt. Wir gelangen so direkt an die Einmündung der Sauer und den Rhein.


    Wir passieren eine Wasserfläche zwischen dem Dorf und der Sauer. Einer der vielen Schwäne, die hier anzutreffen sind, zieht unbeeindruckt von uns seine Kreise im Wasser.



    Ein Schwarm Wildenten fliegt über uns hinweg.



    Ich entdecke einen mir unbekannten Strauch, der seltsame Blütenblätter hat. Oder sind es seine richtigen Blätter? Ein flaches Samenkorn ist auf jedem Blatt zu sehen. An seinen Stamm sonnt sich ein Insekt. Vielleicht eine Fliege oder ein Käfer?




    Wir sehen zwar die Sauermündung, müssen aber bis dahin noch ein Stück weit laufen.




    Auf der Brücke der Rue de Rhin stehend, kann ich auf der einen Seite den Kanal zwischen Wiesen ab der Sauermündung sehen ...


    ... und wenn ich mich umdrehe, sehe ich den Sauerkanal dicht bewachsen in Richtung des Ortes Mothern fließen. Welch ein Unterschied!



    Auf der Halbinsel angekommen, können wir bis zum Klappenwehr laufen, einem außergewöhnlichen Bauwerk, das bei Hochwasser senkrecht aufgerichtet werden kann und dann als Deich dient. Sie ist wie in kleiner Landschaftspark gestaltet mit Sitzbänken, die zum Ausruhen und Schauen einladen.





    Über eine Wiese mit kleinen rosa Blumen, die ich leider nicht kenne, schauen wir auf den Rhein. In einer Löwenzahnblüte wühlt ein Käferchen, das mir ebenfalls nicht mit Namen bekannt ist. Es lässt sich von mir nicht stören.


    Dann stehe ich endlich direkt an der Einmündung der Sauer in den Rhein.



    Hier am Klappenwehr vereinen sich Sauer und Rhein und ich genieße ebenfalls einen grandiosen Anblick der Wolken am Himmel über dem Rhein.



    Genau gegenüber meines Standortes sehe ich die Einmündung der Murg, die aus dem Schwarzwald kommend hier ebenfalls in den Rhein fließt. Dort drüben ist Baden-Württemberg und der Rhein ist gleichzeitig auch die Landesgrenze.



    Mit dem Teleobjektiv kann ich gegenüber ein Kieswerk erkennen ...



    ... und kurze Zeit später einem Schiff zuschauen, das sich langsam schwer beladen den Rhein hochquält.



    Das war der erste Teil unseres Ausfluges. Ein weiterer folgt bald ...

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Hallo,

    das Gehölz, auf dem die Schlammfliege (Gattung Sialis) sitzt, ist eine Ulmenart. In rosa blüht der Reiherschnabel (Erodium), und der Blütenbesucher ist ein Tropinota hirta.

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Dankeschön, lieber Ziegelstein. Ich wusste, dass man mir hier im Forum bei der Namensgebung weiterhelfen wird. :98.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Liebe Ingrid,

    was für ein herrlicher Himmel und so schöne satte Farben! Richtig, richtig schön! Von den Schlammfliegen sind in Deutschland 3 Arten nachgewiesen, die sich aber habituell nicht bestimmen lassen.

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Wenn es draußen regnerisch ist, habe ich Zeit, um die Bilder von unserem letzten Ausflug aufzuarbeiten. Es geht weiter mit dem Eindrücken aus dem Naturschutzgebiet Sauermündung im französischen Munchhausen am vergangenen Freitag.

    Während wir unterwegs waren, konnten wir Vögel beobachten, die über uns hinweg geflogen sind. Einige kann ich benennen. Dies dürfte ein Milan sein, den erkenne ich am gegabelten Schwanz.


    Bei diesem Vogel könnte es sich um einen Bussard handeln. Die Silhouette erinnert mich an die Bussarde über dem Pfälzerwald.


    Hier fliegt ein Weißstorch über uns hinweg. Es gibt viele Störche in der Region.


    Das ist ein Blechvogel, der wohl im nahen Baden-Airpark gestartet ist. Wohin er wohl fliegt?


    Hier am Rhein könnte ich ewig sitzen und dem Wasser beim fließen zuschauen. Es hat etwas beruhigendes und rundherum auf den bunten Wiesen summt und brummt es.


    Manche Bilder wirken etwas dunstig. Das liegt daran, dass sie mit dem Teleobjektiv gemacht wurden. Ich hatte zwei Kameras dabei und wusste manchmal nicht wohin zuerst schauen. In die Luft, vor mich aufs Wasser oder auf die blühenden Wiesen?

    Solche üppig blühenden Wiesen gibt es bei uns daheim nicht. Dort ist "nur" Wald mit Lichtungen, auf denen es längst nicht so bunt zugeht. Dank der Hilfe von Ziegestein weiß ich nun, dass diese rosa Blüten Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium) sind. Ich finde sie wunderschön.







    Mich freut auch, dass dieser abgestorbene Baumstamm stehen bleiben durfte. Während ich in der Natur schwelgte, hat sich Herr Pfälzer mit einem Fischer am Wasser unterhalten. Dieser meinte, dass der Wasserstand am Rhein an diesem Tag eineinhalb Meter höher als normal wäre, es aber noch kein Hochwasser sei.

    Es wurde Zeit zum Weitergehen. Wir überqueren wiederum die Brücke und sind auch schon am Ortseingang von Munchhausen. Für den Rückweg zum Parkplatz haben wir uns für einen Weg durch das Dorf entschieden.






    Ich habe selten einen solch einladenden Ort wie diesen gesehen. Man fühlt sich als Tourist herzlich willkommen und hier sind viele Einrichtungen, die zum Ausruhen und Verweilen einladen. Weil wir an einem Wochentag unterwegs waren, haben wir nur wenige Touristen angetroffen.







    Zurück auf dem Parkplatz war es inzwischen Mittagszeit geworden. Wir haben auf einer Bank direkt am Wasser unsere mitgebrachten Croissants gegessen und dabei Gesellschaft von Tauben gehabt. Sie pickten alle Krümel auf und waren kein bisschen scheu. Sie sind sogar zwischen meinen Füßen herum gewuselt.





    Ich mag das sanfte Gurren von Tauben und ab und zu bekamen sie auch ein größeres Stück von meinem Gebäck.

    Im Gebüsch hinter mir saß eine Merle, das bedeutet Amsel auf französisch.


    Wir waren ein wenig schläfrig geworden und mir ist aufgefallen, dass in der Mittagszeit auch keine Vögel mehr am Himmel flogen. Die Natur scheint einen Mittagsschlaf zu halten.

    Könnt Ihr erkennen, was das für ein weißes Pelzchen ist?


    Vor uns am Wasser halten die Schwäne auch ihren Mittagsschlaf. Sie lassen sich von uns nicht stören. Ab und zu schauen sie auf, um dann wieder ihren Kopf im Gefieder zu versenken.





    Ende von Teil 2. Ein weiterer Bericht folgt bald ...

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Dritter Teil des Ausfluges zur Sauermündung im französischen Munchhausen.

    Nach der Mittagspause, die wir auf einer Bank am Wasser verbrachten, gingen wir über die Brücke ins Naturschutzgebiet. Diesmal aber nicht am Wasser entlang, sondern folgten einem Weg durch die Wiesen, die als Überschwemmungsgebiet bei Hochwasser dienen.

    Von der Brücke aus genießen wir den Blick auf die Mündungsarme der Sauer ...


    ... und blicken aufs Wasser in Richtung der Mündung in den Rhein.



    Dann geht es weiter durch Wiesen und auch hier habe ich wieder viel zu schauen.



    Ich entdecke einen abgestorbenen Baum mit einer Spechthöhle.



    Die Eichenbäume blühen.






    Auf der Wiese sehe ich dunkelgrüne Blätter, die ich dem Breitblättrigen Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) zuordne. Das muss toll ausschauen, wenn die Blüten aufgehen.



    Auf fast jeder Löwenzahnblüte sehe ich eine oder mehrere Feuerwanzen sitzen. Weil ich ständig stehen bleibe, um zu schauen, kommen wir nicht so recht voran.





    Außer Löwenzahn blüht auf dieser Wiese kaum etwas anderes. Jedoch sehe ich viele Blätter von Pflanzen, die ich nicht kenne. Beispielsweise diese hier:


    Am Nachmittag wird es Zeit für die Heimfahrt. Wir kürzen den Weg ab und gehen vorbei am Sumpfgebiet zurück zur Brücke. Dort liegt immer noch das blaue Boot, das mir schon beim letzten Besuch aufgefallen war.


    Von dieser mächtigen Weide habe ich mir ein Stück heruntergefallene Rinde als Andenken mitgenommen.


    Im Gras davor machte ich eine grausige Entdeckung. Schade um das tote Vögelchen!



    Auf der Brücke bleiben wir noch einmal stehen und genießen einen letzten Blick auf das Wasser. Man sieht die vielen Arme des Flusses, der hier zusammen mit einem Stück abgetrennten Altrhein das Mündungsdelta bilden.


    Im Städtchen Wissembourg halten wir an, um in einem französischen Supermarchè einzukaufen. Zu meiner großen Freude ist das Storchennest auf einem Schlot gegenüber des Parkplatzes von Störchen bewohnt.




    Der Weißstorch (ciconia ciconia) wurde erfolgreich wieder angesiedelt, nachdem er fast ausgestorben war. Hier wird er cicogne blanche genannt. Es kommen nun jedes Jahr viele Störche in die Region, um zu brüten. Die überschwemmten Wiesen bieten ihnen ausreichend Nahrung.

    Vielen Dank für Euer Interesse an dieser schönen Landschaft. Wir planen einen erneuten Besuch im Mai und vielleicht blüht dann auch das Knabenkraut auf den Wiesen.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Knappe daneben, das sind keine Feuerwanzen, sondern Spilostethus saxatilis. Und nach diesem Schema, nämlich Gattungsname groß geschrieben und Artepitheton klein, sind alle wissenschaftlichen Artnamen aufgebaut, auch der von Ciconia ciconia. Bei der vermeintlichen Orchidee muss ich Dich auf den Herbst vertrösten, der ist für Colchicum autumnale aber auch schon mal im August gekommen.

    Viele Grüße

    Ziegelstein

    "Ah, connections, Son. That's the fateful key that Harriet missed, the key to understanding the natural world."

    Father Worm in "There's a Hair in My Dirt! - A Worm's Story" by Gary Larson.

  • Schöne Fotos, nicht nur von Spilostethus saxatilis, sondern auch die Landschaftsbilder mit den Wolken gefallen mir gut.

    Liebe Grüße
    Susanne

    "Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt!" (Wilhelm Busch)

  • Vielen Dank für Eure Hinweise, Ziegelstein, Kasimir und Sabine. :54:

    Ich bin in Sachen Natur noch Anfängerin und für mich waren bisher alle rotschwarzen Käfer Feuerwanzen. Nun habe ich wieder etwas dazu gelernt. Spilostethus saxatilis heißt Knappe oder Felsen-Ritterwanze. :75:

    Jetzt bin ich erst recht neugierig geworden, auf das was so alles fleucht und kreucht. Auch was die Groß- und Kleinschreibung der wissenschaftlichen Namen angeht lerne ich gerne dazu. :23:

    Schade, dass die dunkelgrünen Blätter zu einer Herbstzeitlose gehören. Ich hätte sie lieber als Knabenkraut gehabt, was sie halt mal nicht ist. :22:

    Wenn wir im Mai noch einmal ins Naturschutzgebiet kommen, werde wir gleich wandern, ohne uns am Anfang zu lange umzuschauen. In der Mitte des Gebietes soll es eine ornithologische Station geben und die möchte ich endlich mal erreichen. :78:

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Bei der vermeintlichen Orchidee muss ich Dich auf den Herbst vertrösten, der ist für Colchicum autumnale aber auch schon mal im August gekommen.

    Immer noch besser sie mit Orchideen zu verwechseln als mit Bärlauch.

    ich habe vor Jahren mal 2 fleißigen Sammlern in der Eifel geraten die gesammelten Bärlauchblätter schnellstens zu entsorgen und die Hände zu waschen.

    Das leckere Bärlauchbrot wäre schon geschmacklich eine Katastrophe und außerdem... #giftig:51:

    Dirk

  • Immer noch besser sie mit Orchideen zu verwechseln als mit Bärlauch.

    ich habe vor Jahren mal 2 fleißigen Sammlern in der Eifel geraten die gesammelten Bärlauchblätter schnellstens zu entsorgen und die Hände zu waschen.

    Das leckere Bärlauchbrot wäre schon geschmacklich eine Katastrophe und außerdem... #giftig:51:

    Wenn man in der Natur Pflanzen sammelt, muss man sich damit gut auskennen. Es gibt bei uns keinen Bärlauch im Wald. Den habe ich im eigenen Garten und eine Verwechslung ist somit ausgeschlossen.

    Das ist mit ein Grund, warum wir auch keine selbst gesammelten Pilze essen. Wir kennen uns einfach nicht gut genug damit aus.

    Vom Vater habe ich gelernt, mich in der Natur umzuschauen und keine Pflanzen im Wald zu pflücken. In den Naturschutzgebieten ist die Entnahme von Pflanzen auch nicht erlaubt.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Liebe Ingrid,

    euer Ausflug zur Sauermündung hat an einem wirklich überaus herrlichen Tag stattgefunden. Dieser Himmel und diese unglaublichen Wolken! Wirklich bezaubernd anzuschauen. Und dann noch Misteln, ich liebe Misteln.

    Auch was die Groß- und Kleinschreibung der wissenschaftlichen Namen angeht lerne ich gerne dazu.

    Wissenschaftliche Namen werden auch immer kursiv geschrieben. Das ist mir im Laufe der Jahre so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich diesen Umstand im Lexikon-Artikel nicht einmal erwähnt habe.

    Nomenklaturregeln in der Zoologie

    Liebe Grüße Sabine


    Ich verstehe nicht, dass wir unseren wunderbaren Planeten umbringen,

    aber zum unwirtlichen Mars fliegen wollen.

    Franz Viehböck (*1960, bisher einziger Weltraumfahrer Österreichs)

  • Am gestrigen Sonntag haben wir noch einmal einen Ausflug ins Naturschutzgebiet Sauerdelta beim französischen Munchhausen gemacht. Unser Ziel war eine ornithologische Station in den Auenwäldern. Dabei erhofften wir uns Informationen über Vögel, die man hier beobachten kann.

    Schon beim Start unserer Wanderung wurde deutlich, dass im Vergleich zum Frühjahr, viele Wasserflächen ausgetrocknet sind. Das Flüsschen Sauer, das hier in den Rhein mündet, ist ziemlich klein geworden. Wir sahen einige Graureiher, Schwäne und Wildenten, die im flachen Wasser nach Nahrung suchten. Weil ich die große Kamera nicht dabei hatte, habe ich aufs Fotografieren der Vögel verzichtet.



    Wir wanderten nun ungefähr zwei Kilometer durch die Wiesen und erreichten dann einen ehemaligen Baggersee.


    Von hier aus ist es bis zur ornithologischen Station nicht mehr weit.


    Leider war die Station geschlossen und kein Vogelkundler anwesend. Es gibt keinerlei Informationen hier und auch keine Sitzgelegenheit. Also setzten wir unsere Rundwanderung fort.

    Mir fiel dieses Blatt mit Frassgängen auf und als ich es umdrehte, erkannte ich ein winziges, weißes Insekt, dessen Larve wohl Verursacher dafür war.



    Unser Rückweg führte uns durch die Auenwälder und ich sah einen kuriosen Baumstamm neben dem Weg.



    Viele Wasserflächen des Sumpfgebietes liegen trocken.



    Ich war froh, als wir wieder den Parkplatz an der Sauermündung erreichten, denn die Stechmücken waren ziemlich aktiv und mein Arm juckt heute sehr.

    Zuletzt hatte ich noch eine besondere Begegnung. Uns lief ein schwarzer Käfer über den Weg, der mir eine Drohgebärde zeigte, als ich mich bückte, um ihn zu betrachten. Daheim habe ich ermittelt, dass es ein Schwarzer Moderkäfer (Ocypus olens) ist, dem man besser nicht zu nahe kommt. Bei Gefahr verspritzt er ein übelriechendes, ätzendes Sekret.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

  • Eine abwechslungsreiche Wanderung, wenngleich auch etwas anders, als geplant. Schade, dass die Station nicht besetzt gewesen ist und es auch keine Sitzgelegenheiten gab...

    Erschreckend wenig Wasser der Sauer. Heute (10.10.!) sollen es im Südwesten immer noch 28° C werden! Was sind denn das für kleine Boote? Kann die jeder nutzen, um auf die andere Seite zu kommen (momentan kann man ja fast durchwaten...).

    Der Baumstamm und der Moderkäfer gefallen mir besonders gut.

    Wenn das Insekt auf dem Foto unter der Mine eine "Weiße Fliege", Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum) ist (kann ich nicht gut genug erkennen), dann ist sie nicht aus der Mine geschlüpft. Ihr Leben und Entwicklung kannst Du hier nachlesen.

    Viele Grüße

    Addi

    _______________________________________________________________________________________________________________________

    "In den kleinsten Dingen

    zeigt die Natur

    ihre größten Wunder."

    Carl von Linné (1707 - 1778)

  • Liebe Addi, die Boote gehören Eigentümern aus dem Dorf. Damit fahren sie raus zum Fischen. Ich glaube nicht, dass man sich solch ein Boot einfach nehmen könnte, aber vielleicht mieten?

    Die weiße Fliege saß auf der Rückseite des Blattes und ich dachte, sie gehört zur Mine. Es kann sein, dass sie nur zufällig dort war.

    Bei uns ist es so trocken wie im Sommer. Ich bin im Garten derzeit am Gießen mit dem gesammelten Regenwasser vom September. Vor einer Woche war ich für einige Tage in Paris und dort herrschte Hochsommer. Es ist ein ungewöhnlich warmer Oktober und die Felder der Landwirte trocknen aus.

    Liebe Grüße vom Herbstblatt aus dem Pfälzerwald

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt

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